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Wolfgang Alexander Reichsgraf Berghe von Trips
 

 

Die Tragödie

Graf Berghe von Trips würde Weltmeister, 1. wenn er den nächsten Großen Preis von Italien in Monza oder den danach folgenden Grand-Prix der USA gewinnen würde, oder 2. wenn er in beiden Rennen vor Hill und Moss plaziert wäre.

Doch es kam anders.

Am 10. September 1961, auf den Tag genau fünf Jahre nachdem Enzo Ferrari den jungen Graf Trips in sein Team aufgenommen hat, stirbt Graf Berghe von Trips im Hochgeschwindigkeitspark von Monza. Auf der Geraden, die die Curva del Vialone mit der Curvetta verbindet kollidiert der Ferrari von Trips in der 2. Runde mit dem Lotus von Clark. Der Ferrari stellt sich quer, prallt gegen den Lotus, rast die nahe Böschung hinauf in den Drahtzaun und schleudert auf die Fahrbahn zurück. Graf Trips stürzt aus dem Wagen, schlägt auf dem Streckenrand auf. Er ist sofort tot. Mit ihm sterben 15 Zuschauer.

Am 14. September 1961 wird Wolfgang Alexander Reichsgraf Berghe von Trips, begleitet von einer großen Menschenmenge und vielen Rennfahrerkollegen aus aller Welt, in Kerpen-Horrem in der Familiengruft auf dem Friedhof an der historischen Clemens-Kirche zur letzten Ruhe getragen.

Unter dem Wappen der Grafen Berghe von Trips stehen die lateinischen Worte:

„IN MORTE VITA“
(Im Tod ist das Leben)

  Das Wolfgang Alexander Reichsgraf Berghe von Trips als erster Deutscher nach Ende des Krieges in der Welt nicht nur respektiert, sondern geliebt wurde, hat nicht damit zu tun das er einem 700jährigem Rittergeschlecht entstammte, auch nicht damit das er erster Deutscher Grand-Prix Sieger nach Hermann Lang 1939 war, sondern es lag an dieser, auch für Grand-Prix Verhältnisse, außergewöhnlichen Persönlichkeit.

„Mut, Lust zum Kampf, Wille zur Bewährung und Freude am Sieg, das sind doch alles Tugenden, so alt wie die Menschheit“ sagte er einmal. Besonders beliebt war er vor allem wegen seiner sportlichen und kameradschaftlichen Fairness.