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| 100 Oldtimer-Teams suchen Mühlsteine |
Pfingstsonntag in Bergheim -
das heißt inzwischen
traditionell: Rennatmosphäre pur! Bereits zum achten
Mal lud die 1960 vom unvergessenen Wolfgang Graf Berghe von
Trips gegründete Rennfahrervereinigung Scuderia Colonia
zu ihrem Classic-Event in die Kreisstadt.
Ab 7.00 Uhr trafen
die Fahrzeuge im Fahrerlager am Mercedes-Autohaus Spielvogel
im Gewerbegebiet Bergheim-Zieverich ein. Alle
interessierten Zuschauer hatten hier die Gelegenheit, die
alten aber liebevoll gepflegten Fahrzeuge hautnah zu erleben.
Um 8.30 Uhr starteten dann genau gemeldete 100 Teams mit
Kleinwagen, Limousinen oder rassigen Sportwagen aus der Vorkriegszeit
bis hin zum Baujahr 1982 in ihre erste Etappe.
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Ergebnis
nach Klassen
Bildergalerie
Video
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Dabei gab es ein Wiedersehen
mit alten Bekannten, wie dem lange Zeit aus dem deutschen
Straßenbild nicht wegzudenkenden VW Käfer, aber
auch seltene, eher unbekannte Fahrzeuge waren mit von der
Partie, wie der Jensen 541 R von 1960 – eines der ersten
Serienfahrzeuge mit vier Scheibenbremsen - und der BMW 321,
Bj. 1940.
Mit einer besonders bunten Geschichte konnte der ALVIS TA 14 von Siegrid Moerke
aus Pulheim aufwarten, der in seinem langen Autoleben seit 1946 eine halbe
Weltreise von England bis Südafrika hinter sich gebracht hat. Dort wurde
der wegen seines hölzernen Karosserieaufbaus als „WOODIE“ bezeichnete
Klassiker mit den markanten runden Scheinwerfern als Dienstwagen eines Wildhüters
eingesetzt, bis er schließlich – nach einer erneutwn Zwischenstation
als Hochzeitsauto in England - auf vielen Umwegen zu den Moerkes in den Erftkreis
gefunden hat. Als ältestes Fahrzeug im Feld hatte Rüdiger Wasmuth
aus Zülpich seinen Opel 12 C von 1932 an den Start gebracht, der die gesamte
Strecke ohne Unterstützung eines Copiloten bewältigte.
Seit der ersten
Rallye im Millennium-Jahr 2000 wächst
die Zahl der Fans der Scuderia Colonia Classic von Jahr zu
Jahr. In den Ortschaften entlang der Strecke kampierten die
Zuschauer am Wegesrand bei einer kleinen Brotzeit oder organisieren
ihre eigenen Nachbarschaftstreffen an Tischen und Bänken
und begrüßten begeistert die vorbeifahrenden Teams.
Wie im letzten Jahr waren Anwohner in die Organisation
der Rallye
unmittelbar mit einbezogen und haben vor ihrer Haustür
selbst Stempelkontrollen und Sonderprüfungen mit viel
Engagement durchgeführt.
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Entsprechend dem Motto 2007 "Mühlen
im Rhein-Erft-Kreis" wurden die Teilnehmer am Vortag
des Deutschen Mühlentages auf der Fahrtstrecke entlang
der kulturhistorischen Spuren geführt, die das Müller-Handwerk
im Rhein-Erft-Kreis hinterlassen hat. Immerhin kann die Region
auf eine ansehnliche Geschichte der Wind- und Wassermühlen
zurückblicken. Entsprechend waren auch etliche Sonderprüfungen
entlang der Strecke dem Thema gewidmet.
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So galt es auf dem Wendelinusplatz
in Hürth-Berrenrath, per Hand möglichst genau fünf
Gramm Kaffee abzuwiegen und selbst zu mahlen. Abgerundet
wurde die Mühlenfahrt bei ihrer Mittagsrast: als besondere
Ehre waren die Teilnehmer nämlich bereits am Vortag
der offiziellen Neueröffnung zu Gast auf der frisch
restaurierten Gymnicher Mühle.
Die Nachmittagsetappe führte
dann wieder zurück nach Bergheim. Traditionell fuhren
die Teilnehmer durch das Aachener Tor in die Fußgängerzone
in Bergheim ein. Hier wartete wieder ein besonderes Highlight
auf Teilnehmer wie Zuschauer gleichermaßen: Jedes Fahrerteam
und Fahrzeug wurde in fachkompetenter und unterhaltsamer
Moderation von Scuderia-Mitglied Willi Hüsgen vorgestellt,
der in den siebziger Jahren als aktiver Formel-3-Fahrer die
Farben seines Clubs gegenüber den späteren Formel-1-Stars
Nigel Mansell und Nelson Piquet behauptet hat.
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Ein Hauch von italienischer "Mille Miglia-Atmosphäre" lag
dann in der Luft, als wie im letzten Jahr die Piloten bei
strahlendem Sonnenschein ihre Raritäten im Schritttempo
durch ein Spalier von jubelnden Zuschauern steuerten, vorbei
an den mit Gästen voll besetzten Straßencafes
und Eisdielen.
Nach diesem "Gänsehaut-Erlebnis" trafen alle
Teams gegen 16.00 Uhr nacheinander wieder am Autohaus Spielvogel
in Bergheim-Zieverich zum Ausklang der Veranstaltung ein.
Hier bot sich für Zuschauer dann auch die Gelegenheit,
mit den Teilnehmern "Benzingespräche" zu führen.
Die abschließende Siegerehrung wurde letztlich zum „Triumphzug“:
Das Team Hermann-Josef und Elke Mertens aus Erkelenz hatten
mit ihrem TR 6 von 1972 die meisten Mühlsteine auf dem Weg
gefunden
und
die wenigsten Strafpunkte eingefahren, damit konnten Sie
die Gesamtwertung für
sich entscheiden.
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